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Süß - Ein Dorf wie eine Insel im Wald

Ortsvorsteherin Rita Krell
Ortsvorsteherin Rita Krell

Ortsvorsteherin: Rita Krell (Wählergemeinschaft Süß)

Im osthessischen Bergland zwischen Fulda und Werra, im Kreis Hersfeld-Rotenburg liegt es, inmitten des Richelsdorfer Gebirges (454 m ü. NN), gleich der Erscheinung einer Rodungsinsel im Wald – Das Dorf Süß. Von der Hohen Süß erblicken wir den Thüringer Wald mit dem Inselsberg und der Wartburg. Noch heute spiegelt sich in Süß der urwüchsige und ländliche Charakter wieder.

 

Der Name Süß stammt von dem althochdeutschen Wort Siazza, das soviel wie Ansiedlung oder Weideplatz bedeutet und für ein hohes Alter spricht. Im Jahre 744 wurde Süß erstmals erwähnt. Weitere urkundliche Erwähnungen kann man bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Eine Urkunde des Grafen Otto von Lauterberg zeigt uns, dass es am Ende des 13. Jahrhunderts schon Zinsleute und Lauterbergische Lehen des Hermann Trott in "Susse" gab.

 

1335 verkaufte die Fam. von Lengsfeld alle ihre Güter in Sussz (Süß) und Hovnsussz (Hohensüß) an Bodo Trott von Rotenburg. 1336 verkaufte das Kloster Michaelsberg in Fulda fünf Höfe und eine Mühle in Sussz an Friedrich von Hattenbach. Am 14. Januar 1404 wurde das Dorf Sus, das von Hermann von Trott an Hermann von Colmatsch verkauft worden war, von Hermann von Trotts Sohn Hermann wieder eingelöst.

 

Es gab in der folgenden Zeit immer Streitigkeiten zwischen Hessen und Thüringen um Süß, bis 1733 der Streit beendet wurde. Süß wurde zum Amt Nentershausen und somit zu Hessen eingegliedert. Im Mittelalter blühte in Süß der Bergbau. Kupferschiefer, Kobalt, Nickel und Schwerspat wurden dort aus kleinen Schächten, deren Spuren heute noch zu finden sind, zutage gefördert und verarbeitet. Bereits im 12. Jahrhundert erfolgte erstmals die Gewinnung von Kupfer. Um 1530 stand der Bergbau bereits in voller Blüte. 1751 begann man auch mit dem Abbau von Kobalt und Nickel. Später ging man dazu über, den bisher ungenutzten Schwerspat zu verwerten. Nach der Schließung der Bergbauschachtanlage im Jahre 1962 fanden die Süßer in der Richelsdorfer Hütte und der näheren Umgebung neue Arbeitsplätze.

 

Zwischenzeitlich wurde die örtliche Infrastruktur verbessert und ausgebaut. 1937 und später kamen Wasserversorgung, Kanalisation, eine Friedhofshalle und 1977 schließlich ein Dorfgemeinschaftshaus hinzu. Der Straßenbau ging zügig voran. 1997 wurde der OT Süß in das staatliche Förderprogramm "Dorferneuerung" aufgenommen. Als wichtigste öffentliche Baumaßnahme wurde das 20 Jahre alte Dorfgemeinschaftshaus nach den heutigen Bedürfnissen umgebaut und 1999 feierlich übergeben.

 

 

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